Entspannen und Genießen

in unserer Wohlfühlatmosphäre

Über uns 

Historie des Café Rih

Rih kommt aus dem Arabischen und heißt "Wind".
Karl-May Kenner werden sich überrascht fragen, wieso dieses Café mitten in Karlsruhe nach dem Pferd der Romanfigur Kara Ben Nemsi benannt wurde.

Dazu gibt es folgendes zu sagen: Rih hieß auch noch etwas anderes. Eine 1910 in Karlsruhe gegründete Künstlergruppe mit einer eher kunst-revolutionären Zielsetzung hatte ebenfalls den Namen "Rih" angenommen. Und hier kommen wir der Sache näher. Denn das Café Rih liegt in ehemaligen Räumen des Kunstvereins in einem Gebäude aus der Jahrhundertwende. Dabei war es nicht einfach, hier einen Bewirtungsbetrieb zu installieren. Früher waren es nur Ausstellungsräume gewesen. Es gab weder eine Küche noch sanitäre Anlagen. Der künftige Nutzer träumte von einer Mehrfachnutzung als Frühstückscafe, Mittagsrestaurant und Abendbar, wollte aber, dass die vorhandenen Räume mit ihren schönen Proportionen unverändert bleiben sollen.

Vor allem sollten die drei Stützen im Raum, die den 30er Jahren von den Architekten unterschiedlich gestaltet worden waren, eine neue Wirkung erhalten. Diese Säulen wurden nun genutzt, um eine Dreiteilung des Cafés vorzunehmen: Ein hoher Raum mit loser Bestuhlung, ein seitlicher, etwas niedriger Sitzbereich mit langer, festeingebauter Lederbank und der durch das gitterartige Flaschenregal eingeleitete Küchenbereich mit schiffsförmiger Theke davor. Sie ist das Hauptelement in dem großen Raum, dient als Kuchentheke, Stehtisch oder abends auch als Basis für den Barmixer. Das Flaschenregal stößt schräg durch einen runden Turm, der den Speise- und Lastenaufzug ins Untergeschoss verbirgt. In einem seitlichen Raum gibt es die Möglichkeit, auf einer großen gemütlichen Couch oder an kleinen Tischen die Zeitung zu lesen.

Die offene, lichte Atmosphäre des Cafes erinnert ein wenig an die wiederentdeckten 50er Jahre. Schon das Aussentransparent am Eingang draußen mit Nierensymbol deutet darauf hin. Im Inneren hängt an der Decke ein schwarzer Nierenhimmel mit Elektrosternen. Die dunkle Marmorsäule darunter hebt sich markant von der hellen Decke und den rosafarbenen Wänden ab. Helle Tische und schwarze Stühle aus Birkenfurnier bringen die ungezwungene, klassische Leichtigkeit skandinavischer Räume hinein. Hohe Fenster bis zum Boden und sparsame Dekoration vermitteln eine Stimmung gemütlicher Nüchternheit. Die hölzerne Frauenfigur an der Wand hat der Maler und Bildhauer Peter Burger eingebracht. Es ist ein Café das durch manche Elemente vergangener Zeiten zitiert aber dennoch ein Café der neuen Zeit ist. Das Café Rih erhielt eine Belobigung des "Karlsruher Weinbrenner Preises" für gute Stadtgestaltung.